13.12.2006

Volks-und Raiffeisenbanken unterzeichnen mit Visa Europe eine Co-Branding-Vereinbarung fĂĽr V PAY

DZ BANK, WGZ BANK sowie der Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und Visa Europe haben eine wegweisende Vereinbarung über die Ausgabe der neuen Debitkarte V PAY geschlossen. Der genossenschaftliche FinanzVerbund unterstützt ab sofort stärkeren Wettbewerb durch die Koexistenz von electronic cash und V PAY auf den Debitkarten der Volksbanken und Raiffeisenbanken (VR-BankCards). Die Zentralbanken des FinanzVerbundes, die DZ BANK und die WGZ BANK, ermöglichen damit ihren angeschlossenen Banken, auch Zahlungskarten mit electronic cash und V PAY herauszugeben.

Die Vereinbarung zwischen DZ BANK, WGZ BANK, BVR und Visa Europe ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des einheitlichen EURO-Zahlungsverkehrsraums (SEPA). Die Zusammenarbeit des FinanzVerbundes mit Visa führt erstmals zu Wettbewerb beim Co-Branding von Debitprogrammen mit europäischen Kartenorganisationen. Die Institute des genossenschaftlichen FinanzVerbunds verfügen in Zukunft mit V PAY über eine weitere Co-Branding-Alternative im Debitkartengeschäft.

Die DZ BANK und die WGZ BANK öffnen stellvertretend für den genossenschaftlichen FinanzVerbund als erste deutsche Bankengruppe die technische Zahlungsabwicklung für die Ausgabe von V PAY – gemeinsam mit ihren Technologiepartnern CardProcess, DG VERLAG, GAD und FIDUCIA IT.

„Wir freuen uns, dass sich der genossenschaftliche FinanzVerbund entschlossen hat, V PAY als Alternative im Debitkartenbereich einzuführen“, sagt Peter Ayliffe, Präsident und CEO von Visa Europe. „Das ist eine wirklich historische Entscheidung für den Zahlungsverkehr in Deutschland und Europa. Die Vereinbarung unterstreicht, dass V PAY die Anforderungen der deutschen Banken auf dem Weg zur SEPA erfüllt. Wir sind überzeugt, dass sich weitere Banken dem genossenschaftlichen FinanzVerbund anschließen werden. Im Jahr 2008 werden wir eine weitreichende Ausgabe von V PAY Karten feiern können“, so Ayliffe.

„Die Möglichkeit des V PAY-Co-Brandings bedeutet für unsere Mitglieder, dass auch in Zukunft Kundenservice und Profitabilität im Debitkartengeschäft vereinbar bleiben“, erklärt Hubert Piel, Mitglied des BVR-Vorstandes. „Neben den Aktivitäten der deutschen Kreditwirtschaft im Rahmen des electronic cash-Systems und beim Aufbau der Euro Alliance of Payment Schemes bildet die Zusammenarbeit mit Visa Europe einen weiteren wichtigen Baustein in der SEPA-Strategie der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Wir begrüßen ausdrücklich den Wettbewerb verschiedener Lösungen.“

“Volksbanken und Raiffeisenbanken haben jetzt mit V PAY eine weitere Alternative im Debitkartengeschäft. Damit gibt es auch erstmals einen echten Wettbewerb unter den europäischen Zahlungssystemanbietern im Debitkartengeschäft. Das wird sich positiv auf das Angebot für Endkunden auswirken”, so Dietrich Voigtländer, Mitglied des Vorstandes der DZ BANK.

„Für die WGZ BANK sind die Erweiterung der Kooperation mit Visa Europe auf das Debitkartengeschäft und die notwendigen Anpassungen der technischen Systeme weitere konsequente Schritte, um unsere angeschlossen Mitgliedsbanken so flexibel wie möglich auf die Veränderungen im Rahmen des einheitlichen Zahlungsverkehrsraums SEPA vorzubereiten”, sagt Thomas Ullrich, Mitglied des Vorstandes der WGZ BANK. „Durch den Ausbau des Wettbewerbs im europaweiten Debitkartengeschäft wird die Marktposition unserer Mitgliedsbanken als Herausgeber der Karten gestärkt.“

„V PAY ist die erste Karte, die speziell die Anforderungen von SEPA erfüllt“, betont Peter Ayliffe. „Basierend auf der „Chip und PIN“-Technologie, ist V PAY ein äußerst sicheres Zahlungsmittel. Aufgrund seiner wettbewerbsfähigen Preisgestaltung ist V PAY eine effiziente Alternative für europäische Banken, SEPA zu realisieren – zum Nutzen von Konsumenten und Händlern.“

Um die Kontrolle der europäischen Banken über ihr Debitkartengeschäft sicherzustellen, hat Visa Europe im April 2006 in Frankfurt das V PAY Steering Committee gegründet. Mehrere große deutsche Finanzinstitutionen beaufsichtigen als Mitglieder des europäischen Boards die Gestaltung von V PAY. Um die Interessen der Banken auf lokaler Ebene sicher zu stellen, ist zudem ein V PAY Deutschland Board etabliert worden.