11.03.2008

Neue Debitkartenfamilie des genossenschaftlichen FinanzVerbundes

Ab dem Herbst 2008 werden die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland ihren Kunden neue Debitkartenprodukte anbieten bzw. an diese herausgeben. Die nachfolgend dargestellten Produkte können grundsätzlich auch weiterhin zum Zahlen am POS eingesetzt werden. Gemeinsames Merkmal aller Kartenprodukte des genossenschaftlichen FinanzVerbundes ist, dass die Karten im Rahmen des electronic cash-Systems des deutschen Kreditgewerbes akzeptiert werden können. Andere Funktionalitäten unterscheiden sich zum Teil. Die neuen Kartenprodukte werden erstmals im zweiten Halbjahr 2008 in größeren Stückzahlen ausgegeben.

Im Folgenden möchten wir Ihnen die einzelnen Kartenprodukte und einige für die Akzeptanz am POS entscheidende Charakteristika kurz vorstellen. Wir hoffen diese Darstellung hilft, mögliche Missverständnisse und Verwirrungen, die einer Akzeptanz im Wege stehen könnten, bereits im Vorfeld auszuräumen.


VR-BankCard Maestro

VR-Banken Maestro-Girocard

Die VR-BankCard Maestro dürften Ihnen bereits bekannt sein, stellte sie doch in der Vergangenheit das Debitkartenstandardprodukt der Volksbanken und Raiffeisenbanken dar. Diese Karte wird auch in Zukunft vom genossenschaftlichen FinanzVerbund an seine Kunden herausgegeben werden und bleibt in ihrer Funktionalität unverändert. Die Karte verfügt bis auf weiteres neben dem Chip über einen Magnetstreifen. Die Spur 3 wird unverändert entsprechend den Spezifikationen u. a. mit Bankleitzahl und Kontonummer codiert, in der Spur 2 findet sich ebenfalls unverändert eine Primary Account Number (PAN), die mit 6726 bzw. 6729 beginnt Darüber hinaus verfügt die Karte über einen EMV-fähigen Chip, der Transaktionen sowohl im Rahmen des electronic cash- als auch im internationalen Maestro-System unterstützt.


VR-BankCard Cirrus

VR-Banken Cirrus-Girocard

Die VR-BankCard Cirrus ist ein neues Mitglied der genossenschaftlichen Kartenfamilie. Die VR-BankCard Cirrus unterstützt am POS lediglich Transaktionen im Rahmen des electronic cash-Systems. Die Karte verfügt über einen Magnetstreifen, der sich in seiner Codierung von dem Magnetstreifen der VR-BankCard Maestro lediglich in der vierten Stelle der PAN auf der Spur 2 unterscheidet. Die PANs der VR-BankCard Cirrus werden mit 6727 bzw. 6728 beginnen. Die Karte verfügt ebenfalls über einen EMV-fähigen Chip, der Transaktionen im Rahmen des electronic cash-Systems der deutschen Kreditwirtschaft unterstützt.


VR-BankCard V-Pay

VR-Banken V-pay-Girocard

Die VR-BankCard V-PAY rundet in Zukunft das Debitkartenportfolio des genossenschaftlichen Finanz-Verbundes ab. Die Karte befindet sich derzeit bereits in der Pilotierung. Neben der Akzeptanz an Terminals des electronic cash-Systems wird die Karte am POS auch im Rahmen des europäischen V PAY-Systems von VISA eingesetzt werden können. Daher wird die in Spur 2 codierte PAN auch mit 4666, 4669, 4586 oder 4589 beginnen. Die Codierung der Spur 3 des Magnetstreifens bleibt unverändert wie bei den anderen Debitkartenprodukten. Die VR-BankCard V-PAY verfügt ebenfalls über einen EMV-fähigen Chip, der sowohl Transaktionen im electronic cash-System als auch im V-PAY-System unterstützt.

Quelle: Rundschreiben des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken vom 11.03.2008